Folgen deiner Schwangerschaft

Sicher haben es auch andere erlebt: mit meiner ersten Schwangerschaft änderte sich meine Sicht auf die Dinge des Lebens. Auch darauf, wie ich mit mir selbst, meiner Umwelt und meinem Umfeld umgehe. Auch beschäftigte ich mich mit den Fragen: was gebe ich meinen Kindern mit auf deren Lebensweg? Ich versuchte mir auch bewußt zu werden, was lehrten mich meine Kinder, Enkelkinder und Sternenkinder? Als meine Sternenkinder verstehe ich jene Kinder und Enkelkinder, welche mir vorausgingen an jenen Ort, zu dem auch ich eines Tages gehen werde.

 

Die Zeit, in der man ein Kind erwartet, sollte wunderschön und aufregend sein. Doch was, wenn man auf einmal erfährt, dass - warum auch immer - der kleine Mensch im Bauch es zur lebend erfolgten Geburt nicht schaffen wird, nicht schaffen darf? Dass er oder sie nicht die Kraft hat, lebend auf die Welt zu kommen oder kurz danach den Kampf verlieren wird? Welche Gefühle Eltern in diesem Moment durchlaufen müssen, kann man sich kaum vorstellen.

Auf diesem schweren Weg ist jede kleine Hilfe ein Segen. Zur Verabschiedung oder dem Fotografieren müssen dann schnell einige Requisiten her: Mal ein Mützchen, um eine Hautveränderung am Kopf zu verdecken oder eine schöne Decke für ein winziges Frühchen, das sonst sehr verloren wirken würde. Immer drängt die Zeit.

Bei Sternenkindern beginnt meist schon nach kurzer Zeit eine Veränderung des Äußeren.

Viele Eltern haben aber keine Kleidung oder Accessoires für ihr Kinder dabei – entweder weil sie schon wussten, ihr Kind würde nicht leben, oder weil das Kind viel zu früh zur Welt kam und nicht groß genug ist für die bereits besorgte Neugeborenen-Kleidung. Und auch die Kliniken sind nicht immer auf solche Fälle vorbereitet. User können unterstützen, in dem Sie hier einkaufen.

Das Klinikpersonal sei oftmals nicht genug ausgebildet für den Umgang mit Sternenkindern und ihren Eltern: "Zum Teil wird so ein Kind als Klinikabfall entsorgt, ohne dass die Eltern es überhaupt gesehen haben", erzählen einige Eltern. Sprachlos wie das Klinikpersonal verhalten sich auch viele Freunde, Bekannte und Familien: Sie trauen sich nicht, mit den Betroffenen darüber zu sprechen.

Ein no go sind Sätze wie "beim nächsten Mal klappt es bestimmt", "Du bist ja noch jung". Besser ist die Wahrheit, deine eigene momentane Wahrheit zu sagen, und das aktuelle Kind und die Trauer darum zu würdigen, wie z.B.

  • Wenn Du nicht weißt, was Du formulieren sollst, dann drücke das in Worte aus
  • Das erlebte mit deinem Kind tut mir furchtbar leid! Ich weiß nicht, was ich für Dich jetzt tun kann....
  • Schweige den Verlust nicht tot. Frage nach, ob dieses Kind einen Namen hat ....
  • Biete von Deiner Zeit zum zuhören an, auch dann wenn Trauernde 'tausend mal' das fast gleiche erzählen.
  • Häufig sind Trauernde erstarrt, innerlich versteinert: Versuche, die Trauernden zum gehen (auf den Friedhof, Zoo, Garten, Parkanlage) zu bewegen, denn wenn der Körper geht, fängt auch die Trauer zu gehen an.
  • Bringe warmes /gut aufwärmbares Essen bitte mit. (Gulasch, Eintopf.)

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